Die unterschätzte Last einer oft verkannten Erkrankung
Zwischen den ersten Beschwerden und einer richtigen Diagnose vergehen bei Akne inversa oft mehr als zehn Jahre – Jahre, in denen Betroffene unter einem hohen Leidensdruck stehen. Weltweit sind etwa 70 Millionen Menschen von Akne inversa betroffen, wobei die Dunkelziffer aufgrund häufiger Fehldiagnosen wahrscheinlich deutlich höher liegt.
Was ist eine Akne inversa?
Akne inversa, auch Hidradenitis suppurativa genannt, ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Sie verursacht schmerzhafte Knoten, Abszesse, Fisteln und Narbenbildungen, die sich vor allem in den Achseln, der Leistengegend sowie im Genital- und Afterbereich entwickeln. Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt, jedoch spielen genetische Veranlagung, hormonelle Faktoren und entzündliche Prozesse eine wesentliche Rolle.
Behandlung der Akne inversa
Die Behandlung der Akne inversa hängt vom Schwergrad der Erkrankung und der individuellen Bedürfnisse ab und umfasst verschiedene Ansätze:
- Lokale antiseptische Maßnahmen
- Medikamentöse Therapien wie Antibiotika und Retinoide
- Steroidinjektionen zur Entzündungshemmung
- Moderne, gut verträgliche Biologika steuern gezielt spezifische Entzündungsprozesse. Dies führt zu einer deutlichen Verbesserung, indem die Entstehung neuer Abszesse reduziert und bestehende Entzündungen verkleinert werden.
- Chirurgische Eingriffe sind bei sehr fortgeschrittenen Stadien notwendig und sinnvoll und führen trotz oft umfangreicher Operationen zu sehr guten Ergebnissen
Die Akne inversa kann zu erheblichen Belastungen wie Schmerzen, Schamgefühlen, sozialer Isolation und Depressionen führen. Eine frühzeitige Diagnose und gezielte Behandlung sind daher entscheidend.