Aktinische Keratosen

Die Folgen jahrzehntelanger Sonnenexposition

Etwa 10 bis 15 Prozent der österreichischen Bevölkerung sind von aktinischen Keratosen betroffen – Hautveränderungen, die als Carcinoma in situ und damit als Frühstadium des weißen Hautkrebses (Plattenepithelkarzinom) gelten. Diese entstehen durch jahrzehntelange Sonnenexposition. Unbehandelt können sich aktinische Keratosen zu invasivem Hautkrebs entwickeln. Typische Anzeichen sind raue, schuppige Hautstellen, oft rötlich oder fleischfarben, die nicht abheilen.

Was sind aktinische Keratosen?

Aktinische Keratosen treten häufig an sonnenexponierten Hautbereichen wie Gesicht, Kopfhaut, Ohren und Händen auf. Früherkennung und Behandlung sind entscheidend, um das Risiko der Krebsentwicklung zu minimieren und die Haut langfristig zu schützen.

Ursachen und Risikofaktoren

Die Hauptursache für aktinische Keratosen ist langjährige UV-Strahlung, vor allem durch UV-B-Strahlen. Risikofaktoren umfassen:

  • Hellen Hauttyp und höheres Alter
  • Intensive Sonneneinstrahlung über viele Jahre (beruflich und privat)
  • Immunschwäche (z. B. nach Organtransplantation oder bei Krebs)
  • Genetische Veranlagung und vorbestehende aktinische Keratosen

Diagnose von aktinischen Keratosen

Die Diagnose erfolgt durch eine dermatologische Untersuchung, oft unterstützt durch ein Dermatoskop. Falls nötig, kann eine Biopsie durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass kein fortgeschrittener Hautkrebs vorliegt.

Behandlungsmöglichkeiten für aktinische Keratosen

Die Behandlung richtet sich nach Anzahl, Lage und Schwere der Hautveränderungen:

  • Lasertherapie: Präzise Entfernung der Läsionen mit ablativen oder nicht-ablativen Lasern (z. B. CO₂-Laser, Nd:Yag Laser).
  • Topische Präparate: Cremes zur Hemmung des Zellwachstums, meist über mehrere Wochen.
  • Operative Entfernung: Abschabung (Kürettage) oder flache Abtragung bei einzelnen Keratosen.
  • Kryotherapie (Vereisung): Flüssiger Stickstoff zerstört die betroffenen Zellen.
  • Photodynamische Therapie (PDT): Behandlung mit lichtempfindlichem Gel und Rotlicht oder Tageslicht (Mehr dazu finden Sie im speziellen Artikel zur PDT).

Vorbeugung und Nachsorge bei aktinischen Keratosen

Konsequenter Sonnenschutz ist unerlässlich, um aktinischen Keratosen vorzubeugen. Dazu gehören schützende Kleidung, die regelmäßige Anwendung von Sonnenschutzmitteln mit sehr hohem LSF und das Meiden starker Sonnenstrahlung, besonders in den Mittagsstunden. Regelmäßige Hautuntersuchungen sind ratsam, um neue Veränderungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig zu behandeln.