Malignes Melanom

Früherkennung und Schutz sind lebenswichtig

Ob ein Fleck auf der Haut ein harmloses Muttermal oder ein Melanom ist, lässt sich oft selbst von Hautärzten nur schwer mit bloßem Auge feststellen. Laut Statistik Austria wurden 2022 bei 1.500 Menschen in Österreich maligne Melanome diagnostiziert, von denen 370 tödlich verliefen. Da Melanomzellen aggressiv wachsen und schnell in andere Organe streuen können, ist eine regelmäßige Hautkrebsvorsorge entscheidend.

Was ist ein Melanom?

Das Melanom, auch schwarzer Hautkrebs genannt, ist die aggressivste Form von Hautkrebs und entsteht aus pigmentbildenden Zellen, den Melanozyten. Es zeigt sich oft als unregelmäßig geformter Fleck mit dunkelbrauner, rötlicher oder schwarzer Farbe, wobei sich Größe und Farbe mit der Zeit verändern können. In frühen Stadien verursacht ein Melanom meist keine Schmerzen und bleibt oft unbemerkt. Wenn es unbehandelt bleibt, kann es jedoch schnell in tiefere Hautschichten eindringen, über das Blut und das Lymphsystem streuen und lebensbedrohliche Metastasen bilden.

Ursachen und Risikofaktoren

Die Hauptursache für Melanome ist übermäßige UV-Strahlung, vor allem durch intensives Sonnenbaden oder die Nutzung von Sonnenbänken. Wichtige Risikofaktoren sind:

  • Heller Hauttyp
  • Melanome in der Familie
  • Viele oder atypische Muttermale
  • Geschwächtes Immunsystem (z. B. bei Organtransplantierten)
  • Frühere Hautkrebsdiagnosen
  • Wiederholte Sonnenbrände, vor allem in der Kindheit
  • Höheres Alter und weibliches Geschlecht

Diagnose

Die Diagnose eines Melanoms erfolgt durch eine klinische und dermatoskopische Untersuchung. Zur Bestätigung wird eine Biopsie durchgeführt. Anhand der Tumordicke und der Ausbreitung in Lymphknoten und Organen wird das Melanom in Stadien eingeteilt.

Behandlung des Melanoms

Die Haupttherapie bei Melanomen ist die chirurgische Entfernung des Tumors mit einem Sicherheitsrand, um alle Krebszellen zu beseitigen. Wenn der Tumor sich noch in der Oberhaut befindet, ist eine Streuung unwahrscheinlich, da dort keine Blut- und Lymphgefäße verlaufen. Hat der Krebs jedoch bereits die Lederhaut erreicht oder Metastasen gebildet, sind zusätzliche Behandlungen wie Bestrahlung oder medikamentöse Therapien notwendig.