Periorale Dermatitis

Gelegentlich kann weniger mehr sein

Die periorale Dermatitis ist eine der häufigsten Diagnosen in der dermatologischen Praxis und tritt besonders bei übermäßiger Anwendung von Hautpflegeprodukten und Kosmetika auf.

Was ist periorale Dermatitis?

Periorale Dermatitis ist eine Hauterkrankung, die sich durch gerötete, pustelartige Hautausschläge im Gesicht zeigt. Die Symptome beginnen oft in den Nasenfalten und breiten sich um den Mund herum aus, können aber auch die Augenpartie und die Stirn betreffen. Besonders betroffen sind Frauen im gebärfähigen Alter sowie Kinder.

Ursachen und Auslöser der perioralen Dermatitis

Die Hauptursachen liegen häufig in einer übermäßigen Hautpflege und dem Einsatz zahlreicher Kosmetika. In einigen Fällen spielen auch allergische Reaktionen eine Rolle. Die Haut reagiert sensibel auf die übermäßige Pflege und entwickelt eine entzündliche Reaktion, die die Symptome der perioralen Dermatitis verstärken kann.

Behandlung der perioralen Dermatitis

Die Behandlung konzentriert sich darauf, die individuellen Auslöser zu erkennen, was oft herausfordernd sein kann. Da die Erkrankung häufig aus einer Überpflege resultiert, wird als erster Schritt oft eine Nulltherapie angewendet, bei der alle Kosmetika und Pflegeprodukte vorübergehend abgesetzt werden. Durch diese Reduktion erhält die Haut die Chance, sich zu beruhigen und zu regenerieren.

In manchen Fällen können auch innerlich wirkende Medikamente erforderlich sein, um die Entzündung zu kontrollieren und das Hautbild zu verbessern. Das Ziel besteht darin, eine auf den Patienten abgestimmte Pflege- und Therapieplanung zu entwickeln, die nicht nur die Symptome lindert, sondern auch langfristig ein ausgeglichenes Hautbild fördert.