Photodynamische Therapie (PDT)

Die Kraft des Lichts

Die Photodynamische Therapie ist eine präzise Methode zur Behandlung von oberflächlichem weißen Hautkrebs und dessen Vorstufen. Ihr Ziel ist die Zerstörung erkrankter Hautzellen bei größtmöglicher Schonung des gesunden Gewebes.

Anwendungsgebiete der PDT

  • Aktinische Keratosen
  • Oberflächliche Basaliome
  • Morbus Bowen

Vorteile der PDT

  • Gezielte Zerstörung von Tumorzellen und Vorstufen
  • Schonung des umliegenden gesunden Gewebes
  • Behandlung größerer Hautareale und unsichtbarer Hautveränderungen möglich
  • Effiziente Behandlungsdauer bei gleichzeitig hohen Erfolgsraten

Behandlungsablauf der PDT und Nachsorge

Am Behandlungstag wird eine betäubende Creme aufgetragen, gefolgt von einer CO₂-Laser-Vorbehandlung zur Steigerung der Wirksamkeit. Anschließend wird eine Creme mit dem lichtempfindlichen Wirkstoff 5-Aminolävulinsäure (ALA) auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Der Wirkstoff wird durch Bestrahlung mit Tageslicht (Frühling bis Herbst) oder einer IPL-Blitzlampe (Winter) aktiviert. Der „photodynamische Effekt“ erzeugt freie Radikale, die gezielt die erkrankten Zellen abtöten.

  • Tageslicht-PDT: Erfordert ca. 2 Stunden Aufenthalt im Freien und verursacht meist leichte bis mäßige Schmerzen.
  • IPL-Blitzlampe-PDT: Dauert ca. 10–15 Minuten und kann mäßige bis stärkere Schmerzen verursachen.

Nach der Behandlung wird die Anwendung spezieller Cremes und eines hohen Sonnenschutzes (LSF 50–100) empfohlen. Erste Ergebnisse zeigen sich innerhalb weniger Wochen, und je nach Bedarf kann eine weitere Sitzung erfolgen.

Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen nach einer PDT sind sinnvoll, um neue Hautveränderungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig behandeln zu können, da das Risiko für weitere UV-bedingte Hautschäden bestehen bleibt.

Erfolgsquoten der PDT

Studien zeigen für die Behandlung von Aktinischen Keratosen Erfolgsraten zwischen 71 % und 98 %, besonders im Kopf- und Halsbereich. Die Erfolgsrate bei oberflächlichen Basaliomen liegt bei über 90 %, und für Morbus Bowen bei 67 % bis 88 %.

Risiken und Nebenwirkungen

Nach der PDT können an den behandelten Stellen Rötungen, Schwellungen, ein Wärmegefühl sowie geringfügige bis moderate Schmerzen auftreten. Oft bilden sich kleine Krusten oder Schuppen, die innerhalb weniger Tage abfallen. Die Haut regeneriert sich meist innerhalb von 7 bis 10 Tagen vollständig und kann in dieser Zeit empfindlich sein. In seltenen Fällen können vorübergehende Hyperpigmentierungen oder leichte Narben auftreten.

Behandlungseinschränkungen

Die PDT ist nicht empfohlen während Schwangerschaft, Stillzeit oder bei der Einnahme lichtempfindlicher Medikamente. Auch bei entzündlichen Hauterkrankungen, aktiven Hautinfektionen und frischer Bräune sollte die Behandlung verschoben werden.