Pigmentstörungen

Von Sommersprossen bis zu Altersflecken

Pigmentstörungen entstehen durch eine gestörte Melanin-Synthese und -Verteilung in der Haut, was zu Farbabweichungen und einem ungleichmäßigen Hautbild führt. In meiner Praxis biete ich gezielte, individuelle Behandlungsmethoden an, die darauf abzielen, das Hautbild auszugleichen und Pigmentflecken schonend zu reduzieren.

Was sind Pigmentstörungen?

Pigmentstörungen entstehen durch eine veränderte Produktion von Melanin, dem Pigment, das die Farbe von Haut, Haaren und Augen bestimmt und gleichzeitig einen natürlichen Schutz vor UV-Strahlung bietet. Bei einer Hyperpigmentierung kommt es zu einer Überproduktion von Melanin, was zu dunklen Flecken auf der Haut führt. Im Gegensatz dazu verursacht Hypopigmentierung eine Reduktion des Melanins, was sich durch helle Hautbereiche bemerkbar macht.

Arten von Pigmentstörungen

  • Altersflecken (Lentigines): Altersflecken entstehen durch jahrelange UV-Belastung und treten bevorzugt im Gesicht und an den Handrücken auf. Sie zeigen sich als bräunliche, flache Pigmentflecken und sind meist harmlos.

  • Sommersprossen (Epheliden): Sommersprossen sind genetisch bedingte Pigmentflecken, die sich bei Sonnenexposition intensivieren und in den Wintermonaten verblassen. Sie treten oft schon im Kindesalter auf und sind vor allem bei helleren Hauttypen sichtbar.

  • Melasma (Chloasma): Meist durch hormonelle Einflüsse und genetische Veranlagung ausgelöste, braungraue und symmetrische Pigmentierung im Gesicht. Melasma tritt überwiegend bei Frauen im gebärfähigen Alter auf und verstärkt sich häufig im Sommer.

  • Postinflammatorische Hyperpigmentierung (PIH): Diese dunklen Pigmentveränderungen entstehen nach entzündlichen Hautprozessen oder Verletzungen, beispielsweise infolge von Akne, und verblassen größtenteils nur langsam.

  • Muttermale (Melanozytennaevi): Muttermale sind genetisch bedingte Ansammlungen von Pigmentzellen, die in vielfältigen Formen und Farben auftreten. Regelmäßige dermatologische Kontrollen werden empfohlen, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

  • Vitiligo (Weißfleckenkrankheit): Eine Pigmentstörung, bei der durch den Verlust von Melanozyten helle Flecken auf der Haut entstehen, die besonders häufig im Gesicht, an den Händen und den Gelenken sichtbar sind.

Behandlungsmöglichkeiten von Pigmentstörungen

  • Laser- und Lichttherapie: Laserbehandlungen zählen zu den effektivsten Methoden zur Reduktion von Pigmentflecken.
  • Chemische Peelings: Peelings fördern die Zellerneuerung, verfeinern das Hautbild und können Pigmentflecken aufhellen.
  • Hautpflegeprodukte: Spezielle Pflegeprodukte und medizinische Bleichcremes helfen, Pigmentstörungen sichtbar zu reduzieren.
  • Off-Label-Therapie mit Tranexamsäure: Tranexamsäure, angewendet als Tablette oder lokale Injektion, hemmt die Melaninproduktion und kann besonders bei schwer behandelbarem Melasma helfen.
  • Sonnenschutz: Ein hoher Lichtschutzfaktor (SPF 50) ist eine essenzielle Basistherapie bei Pigmentstörungen, da er die Bildung neuer Flecken deutlich reduziert und bestehende nicht intensiviert. Zusätzlich unterstützen antioxidative Kapseln die Haut und optimieren die Behandlungsergebnisse. Insbesondere in den Wochen nach der Behandlung von Pigmentstörungen ist ein sehr hoher Sonnenschutz zwingend notwendig.