Plattenepithelkarzinom

Ein ernstes Risiko nach langfristiger Sonnenexposition

Das Plattenepithelkarzinom (spinozelluläres Karzinom) ist eine häufige Folge jahrelanger Sonneneinstrahlung. Die Vorstufe eines Plattenepithelkarzinoms sind aktinische Keratosen. Aufgrund des langsamen Wachstums wird das Plattenepithelkarzinom oft unterschätzt. Eine frühzeitige Diagnose ist jedoch entscheidend, da das Karzinom fortschreiten und sogar metastasieren kann. In meiner Praxis sind Vorbeugung und Behandlung von Hautkrebs zentrale Schwerpunkte.

Was ist ein Plattenepithelkarzinom?

Das Plattenepithelkarzinom (SCC) gehört zur Gruppe der „weißen Hautkrebse“ und ist nach dem Basalzellkarzinom die zweithäufigste Form bösartiger Hautkrebs. Es entsteht aus Hornzellen (Keratinozyten) in der Oberhaut und wächst meist langsam, kann jedoch in tiefere Gewebe eindringen und gelegentlich Metastasen bilden.

Eine spezielle Variante ist das Keratoakanthom, das durch schnelles, halbkugeliges Wachstum auffällt. Ein bekanntes Frühstadium, Morbus Bowen, betrifft nur die oberste Hautschicht, kann jedoch bei fehlender Behandlung invasiv werden.

Risikofaktoren

  • Langjährige Sonnenexposition
  • Heller Hauttyp
  • Immunsuppressive Zustände (z. B. Organtransplantation, Krebsbehandlung, HIV)
  • Medikamente wie Immunsuppressiva, Retinoide, Hormonersatztherapie, Hydrochlorothiazid und Lithium
  • Vorbestehende aktinische Keratosen
  • Genetische Syndrome und weitere Faktoren wie chronische Wunden, Arsenexposition und Röntgenstrahlung

Diagnose des Plattenepithelkarzinoms

Zur Diagnose eines Plattenepithelkarzinoms sind eine gründliche klinische Untersuchung und Dermatoskopie erforderlich. Zur Bestätigung wird oft eine Gewebeprobe entnommen.

Behandlung des Plattenepithelkarzinoms

Die bevorzugte Behandlung ist die vollständige chirurgische Entfernung des Tumors, gefolgt von einer histologischen Untersuchung des entfernten Gewebes. Falls Krebszellen am Schnittrand verbleiben, erfolgt eine Nachexzision. Wenn eine Operation nicht möglich ist, etwa bei größeren Tumoren, können Bestrahlung oder systemische Therapien wie Chemotherapie oder Antikörperblocker notwendig sein.