Pollenallergie und allergischer Dauerschupfen

Wenn die Natur eine „Nasen-Party“ schmeißt

In meiner Praxis biete ich die Diagnose und Therapie bei Pollenallergie und allergischem Dauerschnupfen an. Vom Allergietest über die symptomatische Behandlung bis zur allergenspezifischen Immuntherapie erstelle ich einen individuellen Behandlungsplan zur langfristigen Linderung der Beschwerden.

Ein Niesen mag harmlos erscheinen, doch für viele reicht das Betreten eines blühenden Gartens, um eine Allergiereaktion auszulösen. Pollenallergie und allergischer Dauerschnupfen betreffen bis zu 30 % der Kinder und Erwachsenen. Menschen mit allergischem Schnupfen haben ein Risiko von 20 bis 40 %, innerhalb von fünf Jahren ein Asthma bronchiale zu entwickeln. Eine genaue Diagnose und gezielte Therapie sind daher entscheidend.

Was versteht man unter Pollenallergie und allergischem Dauerschnupfen?

Die pollenallergische Rhinitis, auch als Heuschnupfen bekannt, ist eine Reaktion auf Pollen von Gräsern, Bäumen oder Kräutern und tritt saisonal auf, wenn die Pollenkonzentration in der Luft hoch ist. Typische Symptome sind Niesanfälle, eine laufende oder verstopfte Nase sowie Juckreiz in Augen, Nase oder Rachen.

Der allergische Dauerschnupfen hingegen kann das ganze Jahr über bestehen und wird durch Allergene wie Hausstaubmilben, Schimmel oder Tierhaare ausgelöst. Die Beschwerden verstärken sich oft unter bestimmten Bedingungen, etwa beim Heizen, in Innenräumen, durch Staub beim Putzen oder bei Schimmelbefall. Diese Auslöser zu minimieren, ist wichtig, um die Symptome zu lindern.

Diagnose

Zur Diagnose wird zuerst die Krankengeschichte erhoben. Luftgetragene Allergene und Nahrungsmittelallergien können dann mittels Prick-Test auf der Haut nachgewiesen werden. Dabei werden Allergenlösungen auf die Haut getropft und oberflächlich eingebracht. Eine positive Reaktion zeigt sich innerhalb von 10–20 Minuten durch Rötung und Quaddelbildung.

Zusätzlich werden spezifische Laborwerte im Blut gemessen, die auf Allergien hinweisen (Immunglobulin-E-Antikörper). Dies kann zum Beispiel der CAP-RAST-Test sein, der einzelne Allergien erkennt, oder der ALEX® Allergy Explorer Test, der bis zu 295 Allergene abdeckt.

Behandlungsmöglichkeiten

Bei Allergien sollte der Kontakt mit den Auslösern möglichst vermieden oder reduziert werden. Zur Linderung der Symptome helfen oft Antihistaminika wie Augentropfen, Nasensprays oder Tabletten. Bei stärkeren Entzündungen kommen manchmal kortisonhaltige Nasensprays und Augentropfen zum Einsatz. Bei Atemproblemen kann in Absprache mit einem Lungenarzt ein bronchienerweiterndes oder kortisonhaltiges Medikament erforderlich sein.

Zusätzlich bietet sich eine Hyposensibilisierung (allergenspezifische Immuntherapie) an. Dabei wird der Körper schrittweise an das Allergen gewöhnt, indem dieses regelmäßig über mindestens drei Jahre in steigender Dosis in Form von Spritzen, Tropfen oder Tabletten verabreicht wird.