Das Mysterium der Gesichtsröte
Die Rosazea, auch „Kupferrose“ genannt, ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, bei der Rötungen, sichtbare Äderchen, entzündliche Knötchen und Pusteln im Gesicht auftreten.
Was ist Rosazea?
Die Rosazea ist eine entzündliche Hauterkrankung, die vorwiegend das Gesicht betrifft und schubweise verläuft, wobei sich intensive Phasen mit ruhigeren abwechseln.
Die Ursachen sind noch nicht vollständig erforscht, jedoch scheinen genetische Faktoren, Immunreaktionen und äußere Einflüsse wie UV-Strahlung, Hitze, Alkohol und scharfe Speisen eine Rolle zu spielen. Eine Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Mikroorganismen wie Demodex-Milben wird ebenfalls als verstärkender Faktor vermutet.
In schweren Fällen kann es zu einer Verdickung der Haut kommen, besonders an der Nase – ein Zustand, der als Rhinophym bekannt ist. Bei etwa 30 % der Betroffenen zeigt sich auch eine Augenbeteiligung, die sogenannte okuläre Rosazea, die Rötungen, Trockenheit, Brennen und eine erhöhte Lichtempfindlichkeit der Augen verursacht.
Behandlung der Rosazea
Die Behandlung wird individuell auf Schweregrad und Verlauf abgestimmt, um Entzündungen zu lindern und das Hautbild zu verbessern:
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Topische Präparate: Cremes und Gele mit Wirkstoffen wie Brimonidin, Azelainsäure oder Metronidazol wirken gefäßverengend und entzündungshemmend und helfen, Rötungen, Papeln und Pusteln zu reduzieren.
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Systemische Medikamente: Niedrig dosierte Antibiotika lindern stärkere Entzündungen, während Retinoide die Talgproduktion und Hauterneuerung regulieren.
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Laser- und Lichttherapie: IPL (Intense Puls Light) und Neodym:Yag Laser eignen sich zur Behandlung erweiterter Gefäße und Rötungen. Der CO₂-Laser wird gezielt für die Glättung verdickter Haut bei Rhinophym eingesetzt.
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Vorbeugung und Pflege: Ein hoher Sonnenschutz (SPF 50+), milde Pflegeprodukte sowie das Vermeiden von Triggerfaktoren wie Alkohol und scharfen Speisen helfen, die Symptome zu kontrollieren und Schüben vorzubeugen.