Urtikaria

Das Rätsel der Urtikaria

Die Urtikaria, auch Nesselsucht genannt, ist eine häufige Hauterkrankung, die akut oder chronisch auftreten kann. Rund ein Viertel der Bevölkerung erlebt einmal im Leben eine Episode einer Urtikaria.

Was ist eine Urtikaria?

Eine Urtikaria äußert sich durch plötzlich auftretende, juckende Hautausschläge am Körper (Quaddeln) und tiefere Schwellungen (Angioödeme) im Gesicht und an den Händen.  In seltenen Fällen kann es bei der Urtikaria auch zu Atemnot (Dyspnoe) kommen, was eine sofortige ärztliche Behandlung erfordert.

Die Erkrankung wird durch die Aktivierung von Entzündungszellen verursacht, die Histamin und andere Entzündungsstoffe freisetzen. Dies führt zu Juckreiz, erweiterten Blutgefäßen und typischen Hautveränderungen.

Die Urtikaria wird in zwei Haupttypen unterteilt: 

  • Die akute Urtikaria klingt meist innerhalb von Tagen oder Wochen ab und kann durch Infektionen, bestimmte Nahrungsmittel oder Medikamente ausgelöst sein.
  • Die chronische Urtikaria hingegen hält länger als sechs Wochen an und kann entweder spontan auftreten, ohne erkennbare Auslöser, oder induzierbar sein. Bei der induzierbaren chronischen Urtikaria treten Symptome durch spezifische Reize wie Druck, Kälte, Wärme oder körperliche Anstrengung auf. Die Ursachen für chronische Urtikaria sind oft sehr schwer zu identifizieren, können jedoch mit Autoimmunprozessen zusammenhängen.

Behandlung der Urtikaria

Die akute Urtikaria wird in der Regel mit Antihistaminika behandelt. Die Behandlung der chronischen spontanen Urtikaria ist komplexer und erfordert häufig zusätzliche Maßnahmen.

Bei unzureichender Wirkung kann der Einsatz eines gut verträglichen Biologikums erwogen werden, das gezielt Immunreaktionen im Körper blockiert und die Symptome deutlich bessert. Auch ohne eindeutige Ursache erreichen viele Betroffene eine langfristige Verbesserung ihrer Beschwerden.